Wir düsen los und sind bereits gegen 10:00 Uhr da. Gerade zur richtigen Zeit, denn die Läden machen jetzt auf. Dementsprechend leer ist alles. Das Einkaufszentrum zieht sich endlos lang und ein Klamottenladen reiht sich an den nächsten. Die Preise sind unschlagbar günstig. Unser Sortiment an Tüten wächst mit jedem weitern Abschnitt. Irgendwann, wir haben erst die Hälfte geschafft, beginnt Max Hunger zu kriegen oder müde zu werden. Jedenfalls quengelt er herum, so dass wir den geordneten Rückzug antreten. Kurzer Stopp beim Elektronikladen um frisches Futter für die Kamera zu besorgen und dann ab nach Hause. Corinna bringt Max in sein Bett zum Mittagschlaf, während Angela und ich etwas essen und entspanne, ist ja schließlich Urlaub. Anderthalb Stunden später steht Corinna völlig entnervt mit Max unten, weil der kleine nicht schlafen will. Stattdessen hat er Hunger. Corinna kommt wieder nicht zu ihrer Arbeit und „normale“ Sachen, also Nahrungsmittel, müssen wir auch noch Kaufen.
Max isst, Corinna arbeitet ein wenig und gegen drei Uhr am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zu Ft. Belvoir um im Commisairie einzukaufen. Vorher holen wir im Schnapsladen gegenüber Alkohol, um auch an den restlichen Abenden etwas zu trinken zu haben ;-)
Im Supermarkt schlendern wir zwischen den Reihen umher. Plötzlich steht eine kleine, fette Frau vor uns. Das Gesicht versperren Maxiflaschen von Soda und Limonade. Ihre Freundin, wahrscheinlich ähnlich fett, ist mit dem gemeinsamen Einkaufswagen abgehauen. Endlich am Wagen angekommen wird der Dickmacherkram aber nicht im Wagen verstaut. So wie es 99,9% der Menschen tun, sondern auf diesen kleinen Teil, wo normalerweise Kinder ihren Platz finden. Bloß nicht zuviel Anstrengung . Ist wahrscheinlich auch besser so, denn das arme kleine Herz würde wahrscheinlich bei der geringsten Anstrengung das Schild „Out Of Order“ raushängen und die kleine, fette Frau wäre Geschichte.
Dieses Land ist Menschen- bzw. Körpertechnisch schon recht merkwürdig. Entweder sind die Menschen unförmig dick oder aber unförmig dünn. Eine gute, stabile und normförmige (Körper-)Mitte scheint nicht existent. Sei es drum. Der Einkauf ist erledigt und wir fahren nach Hause. Corinna parkt bereits zum zweiten Mal an diesem Tag alleine in die Garage en. Ich sitze im Auto und helfe, Angela gibt von draußen Abstände zwischen Auto und Garageneinfahrt durch. Meine kleine Schwester ist stolz auf sich. Am Abend fahren wir nach Alexandria (Old Town) in einen Laden der Fish & Chips anbietet. Josh hat heute Geburtstag (er wird 23) und hat sich zur Feier des Tages diesen Laden ausgesucht. Der Verdacht besteht, dass Jerry seine Hand im Spiel hat bei der Ladenfindung. Er streitet allerdings jede Beteiligung ab.
Sei es drum, jetzt sind wir hier. Der Laden ist klein und hat den Charme eines gepflegten Imbisses. Wir bestellen Fish & Chips in Papiertüten sowie frisch gezapftes Guinness. Zum Dessert gibt es frittierte Schokoriegel. Eine fettige Zuckerschicht umzieht den Schokoriegel und verleiht uns einen Zuckeroverkill.
Zum Abschluss des Tages spazieren wir ein wenig durch Old Town in dessen Straßen das Leben tobt.
Die Heimfahrt fordert all unsere Nerven, da Max unentwegt schreit und keine Ruhe gibt. Er will auf Mamas Arm, doch Mama fährt. Das Guiness bzw. der Wein zum Ausklang lässt uns alle etwas runterfahren.
Na da habt ihr ja Max von seiner allertollsten Seite erwischt:)
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