Samstag, 27. September 2008

Abflug


Ist das Früh. Um 4:30 Uhr klingelt zum ersten Mal der Wecker. Schön ist das nicht. Der Fahrer, welcher uns abholen soll, ist pünktlich da. Wir fahren allein, in einer Mittelklasselimosine mit DVD-Player in den Kopfstützen. Tja, man wird hier verwöhnt.
Vorbei ziehen an uns die Büro- und Appartmenttürme, umzingelt von jeder Menge Baukränen. Auf den Straßen ist nicht viel los. Ein paar Autos auf breiten Straßen. Busse mit Arbeitern, die wahrscheinlich zu den Kränen wollen, bestimmen das Bild.
Auf dem Flughafen herrscht emsige Betriebsamkeit. Hoffnung keimt in uns auf doch länger bleiben zu können. Anscheinend sind wir nicht für einen Rückflug gebucht worden. Der nette Mann am Schalter kann uns nicht in seinem System finden. Kein Problem Kollege, wir bleiben einfach hier. Mach dir keine Umstände. Guck dir die Schlange hinter uns an. Die wollen nicht länger Warten und sind bestimmt in deinem System. Wir gehen…
… nicht. Er bucht uns einfach. Spielverderber!
Auf dem Flughafen schlafen überall Menschen auf dem Boden. Alles weiterreisende. Wir sind Wegreisende.
Einen Kaffee mit Donut bei „DunkinDonut“ genehmigen wir uns zum Frühstück. Der Ramadan ist uns egal, unsere Mägen sind leer und schreien nach Befüllung. Den Kaffee hätten wir uns sparen können. Meine Herren ist der grottig. Das Geld hätten wir sowieso sparen können, denn an Bord des Fliegers wird vor dem Lunch ein Frühstück gereicht und beides sehr üppig.
Angela trifft vor dem Flieger bzw. im Bus zum Flieger einen ehemaligen Arbeitskollegen. Dieser sitzt im Flieger direkt vor uns und kommt gerade mit seiner Freundin aus Thailand von einem dreiwöchigen Urlaub.
Klein ist die Welt.
Um 13:20 Uhr hat uns der Hamburger Flughafen wieder zurück.

Freitag, 26. September 2008

Ach je, ach je, ab nach Hause(e)

Naja, eigentlich geht es ja erst morgen nach Hause, aber der Flug geht sehr früh (9:00 Uhr und die Abholung ist bereits für 5:40 Uhr vorgesehen). Jedenfalls heißt es nicht nur heute Abend Koffer packen, sondern alle Aktivitäten finden heute zum letzten Mal statt.
Zum letzten Mal in „The Warf“ frühstücken.
Zum letzten Mal an den Strand gehen.
Zum letzten Mal im Meer baden.
Zum letzten Mal zu Burji schauen.
Zum letzten Mal das Spektakel am Burji mit der Videokamera aufnehmen.
Tja, und wir haben es wieder getan. Diesmal sind wir um 18:45 Uhr an den Strand gegangen und haben das Spektakel aufgenommen. Jetzt haben wir es endlich auf Video.
Allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen. Diesen Abend sind wir im „Toscana“ essen gewesen. Direkt am Kanal lag der Tisch mit bester Sicht auf das Burji. Gegen 20:00 Uhr startete ein wunderschönes Lichtspektakel.
Eine Viertelstunde später noch einmal.
Eine weitere Viertelstunde noch einmal.
Ja und eine weitere Viertelstunde …
Also das war die alle-Viertelstunde-ein-Spektakel-Zeit.
Das Essen im „Toscana“ war wieder seht gut. Diesmal hatten wir den Tisch direkt am Kanal, ohne wirkliche Zufuhr von gekühlter Luft. Himmel haben wir uns einen zurecht geschwitzt. Schön ist etwas anderes.
Zurück im Hotel stand nun das Kofferpacken auf dem Programm. Das einzig schöne dabei, es ging wesentlich schneller als das Packen vor dem Hinflug.
Aber wenn ich tauschen könnte…

Donnerstag, 25. September 2008

Alles wird gut.

So langsam macht sich Abschiedsstimmung breit. Nur noch zwei volle Tage liegen vor uns. Beide werden wir komplett am Strand verbringen.
Dieser wird allmählich voller. Gemerkt hatten wir dies bereits beim Frühstück in den letzten 2, 3 Tagen. Jetzt wird es auch am Strand sichtbar. Die Liegen sind belegt. Waren in unseren ersten Tagen die zwei Liegen neben uns immer frei, so liegen heute nach unserem Bad zwei uns fremde Personen dort. Prinzipiell ja egal, es fällt nur auf. Das Meer ist heute schön ruhig. Es sind wieder um die 40°C und die Sonne brennt von oben. Das ruhige Wasser können wir so richtig genießen und bleiben zumindest gefühlt länger drin. Am Abend versuchen wir noch einmal unser Glück mit dem Lichtspektakel am „Burji“. Diesmal haben wir die Zeit um kurz vor 8:00 Uhr gewählt. Doch auch jetzt haben wir kein Glück. Das Schauspiel ist nur kurz und nicht das, welches wir ständig sehen. Es ist zum verrückt werden. Zum Dinner wagen wir heute noch einmal den Ausflug ins „Al Muna“. Es stimmt einfach alles, das Essen, der Service, das Ganze. Hätten wir uns am ersten Abend bereits so wohl gefühlt, wären wir öfters her gekommen.

Mittwoch, 24. September 2008

Porno-Püppis

Also, um es gleich einmal vorweg zu nehmen, auch heute am 24.9. fand kein Spektakel beim Atlantis statt. Zumindest nicht zu der Zeit, als wir geschaut haben. Irgendwie wusste so recht auch niemand bescheid, ob es eine große Eröffnungsparty mit Eröffnungsfeuerwerk geben würde. Ist vielleicht alles zu normal, als dass es gefeiert wird.
Aber das war ja erst am Abend. Gestartet sind wir mit einer Fahrt in „The Mall of the Emirates“ und erst danach sind wir zum Strand.
Hält man sich nur an diesen beiden Orten auf, insbesondere am Strand, und ist damit ausschließlich von Hotelgästen umgeben, ergibt sich ein gar merkwürdiges Bild vom typischen Dubai-Urlauber.
Der Urlauber kommt vornehmlich aus England oder Russland. Entweder als Pärchen in den 30er bis 40er Jahren oder als Familie mit 2 Kindern, wo 1 Kind bereits über 18 Jahre ist.
Der männliche Teil hat grundsätzlich das Mobiltelefon griffbereit, spielt damit herum, wobei besonders beliebt das Ausprobieren neuer Klingeltöne zu sein scheint und telefoniert selbstverständlich zu jeder Zeit. Ist das Telefon mal nicht so aktuell, werden die Stöpsel des neusten ipod-Modells in die Ohren gesteckt, wobei besonders angesagte Zeitgenossen gern auch eine kleine Minianlage aus der Strandtasche zaubern und die Familie oder Freundin am ausgewählten Musikgeschmack teilhaben lassen.
Der weibliche Teil, egal ob Mutter , Tochter oder Freundin hat großgläsige Sonnenbrillen der Marke Gucci, Dolce & Gabana oder Chanel auf, trägt selbstverständlich auffallend farbige Bikinis, hat blondes Haar, natürlich gefärbt und bratzt den ganzen Tag in der Sonnen als wenn es kein Morgen gäbe. Sie erinnern irgendwie an amerikanische Porno-Püppis. Unterstrichen wird der Endruch durch ständiges Öffnen des Bikinioberteils, oder verknoten des selbigen und zwar so, dass möglichst keine Streifen entstehen während der Turbobräune, die Möpse aber jederzeit zum heraushüpfen bereit sind. Um dies zu verhindern wird und muss ständig am Oberteil herumgezogen und herumgezupft werden.
Absolut stilistisches Highlight der Porno-Püppi ist statt des Bikinioberteils ein fast transparenter Umhang der den Oberkörper bedeckt.
Tja, solche Leute sind hier.

Dienstag, 23. September 2008

Warten auf Spektakel

Da warten wir nun. Warten darauf, dass sich „The Warf“ leert und ein Tisch für zwei frei wird. Eines muss man dem Personal hier lassen. Es wird sehr auf die Privatsphäre geachtet. Im Restaurant, auch beim Frühstück sitzt man allein am Tisch. Am Strand erhält man seine Liegen und Sonnenschirm allein. Von seinen Mitmenschen wird man zumeist in der unmittelbaren Umgebung nicht gestört.
Am 24.09.2008 soll das Hotel „Atlantis“ eröffnet werden. Also sollte es auch eine zünftige Eröffnungsparty geben, denken wir uns so. Zwar sind wir nicht vor Ort, aber von unserem Balkon könnte man ein Feuerwerk sehen.
Doch bevor es soweit ist, muss erst einmal gespeist werden. Heute steht das „The Warf“ auf dem Programm. Es gibt zwar vorwiegend Fisch, aber auch der Nicht-Fisch-Esser kommt auf seine Kosten.
Das Diner ist äußerst lecker. Der abendliche Besuch lohnt sich genau so wie der morgendliche.
Für das Spektakel sind wir mit der Videokamera ausgerüstet. Wir begeben uns zum Pool, weil von hier die Sicht gut zu sein scheint. Auf dem Weg dort hin blinkt und strahlt das „Burji Al Arab“. Stimmt, da findet am Abend auch immer ein Spektakel statt. Angela ist der Meinung, alle Viertelstunde mit dem Farbwechsel. Gut. Videokamera in Position und nun warten wir. Zwei Fliegen bzw. Spektakel mit einer Klappe.
Wir warten.
Eine Viertelstunde ist vergangen, Das Burji wechselt die Farbe, aber ohne Spektakel.

Wir warten.
Eine halbe Stunde ist vergangen. Das Burji wechselt wieder die Farbe, aber ohne Spektakel.

Wir warten.
Eine Dreiviertelstunde ist vergangen …

Wir warten.
Eine Stunde ist um. Spektakel am Burji, aber nicht wie sonst. Eher lau.
Und beim Atlantis ist auch nichts los. Vielleicht am 24.09.

Montag, 22. September 2008

Der Plan

Naja, beginnen wir mal mit der Zeit nach dem Sonnenbaden.
Wir überlegen, was können wir machen. Nach einiger Überlegung beschließen wir die Palminsel auf eigene Faust zu erkunden. Der Plan: Fahrt mit dem Golfcar bis zum Ende der Hotelanlage und dann irgendwie den Rest zu Fuß. Wird ja wohl irgendwie gehen. Also, ab ins Golftaxi und los geht die Fahrt. In weniger als 2 Minuten ist das Ende der Anlage erreicht. Alles läuft nach Plan. Erste Ernüchterung nach verlassen des Golftaxis, über den Strand führt der Weg jedenfalls nicht. Unsere Anlage ist eingezäunt.
Halb so wild. Dann eben raus aus der Anlage und an der Straße lang. Nach 5 Minuten zu Fuß schwitzen wir all die zuvor getrunkene Flüssigkeit wieder aus. Die Sonne brennt von oben. Es hilft nichts. Ab ins Golftaxi und wieder zurück ins wohlklimatisierte Hotelzimmer lautet jetzt der Plan.
Für den Abend hatten wir ns ebenfalls einen Plan zurecht gelegt. Das essen auf der Hotelanlage fällt aus. Statt dessen fahren wir mit dem Busshuttle in „The Mall of the Emirates“ shoppen, füllen die Wasservorräte auf und suchen uns dort etwas zu essen. Der Ramadan neigt sicht dem Ende. Es ist jetzt 18:00 Uhr. Noch eine halbe Stunde dann darf wieder geschlemmt werden was das Zeug hergibt.
Vor dem „Al Qasar“ (hier hält der Bus ebenfalls) zeigt sich das bevorstehende ende der Enthaltsamkeit durch einen Aufmarsch bzw. Auffuhr jeder Menge Luxuskarossen. Der Einheimische fährt sich und seine Familie oder Geschäftspartner in die guten Lokale der Stadt aus. Range Rover und Lexus machen neben den Restaurants hier eindeutig das beste Geschäft.
In der Mall ist eindeutig mehr Leben als beim letzten Mal. Hier steppt vielleicht nicht der Bär, aber alle Geschäfte, insbesondere die Restaurants, Imbisse und Cafes sind geöffnet. Wir schlendern mal hier in und mal da rein. Besorgen uns eine Stadtplan von Dubai, um mal einen vernünftigen Maßstab in den Händen halten zu können und für andere Abenteuer auf eigene Faust …
Die Essensfrage gestaltet sich etwas schwieriger. Richtiges Restaurant (sehen alle voll und lauf oder sehr exklusiv aus), Cafe (gibt es nur Süßkram) oder Fastfood-Meile (in Dubai zu McDonalds, das wär´s). Wir entscheiden uns für McDonalds. Und was sollen wir sagen, es schmeckt genau wie bei uns. Nach dem leckeren Mahl ist uns schlecht und wir fahren nach Hause. Wasser haben wir noch nicht, ist jetzt aber auch egal.

Sonntag, 21. September 2008

Everything ist in Ordnung

Ein Ritual macht sich breit. Ausschlafen, aufstehen, frühstücken im „The Warf“. Komisch ist, wenn wir nach dem Frühstück am „Al Muna“ vorbeigehen, stehen sich dort die Menschen die Beine in den Bauch. Ob die nicht wissen, dass es auch woanders Frühstück gibt? Gutes Frühstück wohlgemerkt. Vielleicht schwören sie ja auf´s „Al Muna“. Egal! Uns findet man anschließend wieder am Strand. Die Sicht wird immer besser. Man kann mittlerweile genauere Umrisse von „The Palm“ und dem Atlantis Hotel erahnen. Scheint echt riesig zu sein. Sie Sonne knallt mit voller Wucht auf uns herab.

Ohne Schatten sind bestimmt weit über 40°C.
Wir rätseln, ob wir nicht vielleicht mal in die Altstadt oder woanders hin sollen. Doch die Hitze am Tag ist unerträglich und am Abend macht sich die große Luftfeuchtigkeit breit. Um in Kultur zu machen und Sachen zu unternehmen ist jetzt eigentlich der falsche Zeitpunkt. Noch dazu ist Ramadan, so dass vor Sonnenuntergang in der Öffentlichkeit sowohl essen als auch trinken flach fallen. Bleibt also nur der Strand, an dem sich die Hitze mit kühlen Getränken und Obst aushalten lässt. Hier darf dem Ramadan getrotzt werden, da es sich um Privatgelände handelt.
Die am heutigen Tag wichtigste zu klärende Frage dürfte die nach der abendlichen Lokalität sein.
Unsere Wahl fällt auf das „MJ`s Steakhouse“ im „Al Qasar“, dem Nachbarhotel. Wir sind die ersten Gäste. Überall schirren Helferlein um uns herum, fragen, ob wir uns wohl fühlen, was sie für uns tun können, ob wir noch etwas bräuchten, usw. Dabei bleibt es den ganzen Abend, obwohl das Restaurant ausgebucht ist.
Das Essen selbst ist der absolute Hammer. So zartes Fleisch, so leckere Beilagen, hier kann sich Herr Block im wahrsten Sinne eine Scheibe abschneiden.
Nach unserem etwas teureren, aber köstlichen Mahl schlendern wir noch etwas durch´s „Al Qasar“. Es wirkt feiner, größer aber auch hoteliger als das „Mina a Salam“.Unser Hotel wirkt gemütlicher. So fahren wir mit einem Guten Gefühl und wohlig gefüllten Magen auf dem Kanal in unser Hotel zurück.

Samstag, 20. September 2008

Es lebe der Sport

Ausschlafen, aufstehen, frühstücken im „The Warf“. Anschließend ab an den Strand und unter den Sonnenschirm. Baden gehen, lernen … Es kann uns schon echt gut gehen.
Die Luft ist wieder extrem warm. Um die 40°C je nach Sonneneinstrahlung. Der Dunst hat sich etwas gelichtet. Man kann die Palmeninsel immer besser erkennen. Doch die Luftfeuchtigkeit ist immer noch hoch.

Am Nachmittag wagen wir uns auf ungewohntes Terrain. Wir gehen ist Fitnessstudio. Laufen, Bauch-Speck-Weg-Übungen und Fahrradfahren. Trotz Klimatisierung schwitzen wir was das Zeug hält. Aber immerhin verausgaben wir uns eine ganze Stunden lang.
Abends steht das „Al Muna“ zum Dinner auf dem Programm. Aber die Auswahl und der Service sind eher ernüchternd. Die Entscheidung steht fest. Zum Abendessen werden wir das „Al Muna“ nicht mehr aufsuchen.

Freitag, 19. September 2008

Bella Italia

Endlich ein wenig ausschlafen. Der Wecker klingelt erst um 9:00 Uhr und es ist einer der auf dem Nachttisch steht. Kein Handy, kein Telfon-Weckruf, sondern eine richtige Uhr mit Wecker. Herrlich!
Heute wollen wir mal das „Al Muna“ zum frühstücken ausprobieren. Mit ein paar mehr Hotelgästen essen, in einem größeren Restaurant, na mal sehen.
Das „Al Muna“ ist leider voll, so dass uns der nette Herr am Eingang ins „The Warf“ begleitet. WOW. Eingerichtet wie eine Hafenkneipe in edel. Nettes Personal und ein üppiges Buffet. Dagegen kann sich die Lounge verstecken. Da lohnt der Aufpreis fürs Zimmer nicht. Die Entscheidung ist gefallen. Ab jetzt wird jeden Morgen hier gefrühstückt. Nach dem Frühstück steht heute Baden auf dem Programm. Wir wollen nix machen, nur faulenzen.
Es ist schwül warm und das Wasser ist ebenfalls wohl temperiert. Um die Hitze irgendwie ertragen zu können, wird sich um uns gesorgt. Erst gib es ein kühles Tuch und wer will en Erfrischungsspray fürs Gesicht. Etwas später gibt es Melone am Stiel und als krönenden Abschluss gegen Nachmittag wird Zitroneneis am Stiel gereicht. Wobei die Krönung eigentlich die anschließende Reinigung der Sonnenbrillen darstellt.
Als die Sonne so langsam verschwindet, so gegen 16:00/16:30 Uhr machen wir uns ebenfalls auf den Weg. Aber nicht in Richtung Horizont, sondern ins Zimmer.
Kurz geduscht und anschließend mit dem Wassertaxi ins hoteleigene Einkaufszentrum, die „Souk“. Hier steppt nicht gerade der Bär. Viele Läden sind geschlossen. Glücklicherweise hat der Postkartenmann auf. Gekauft, bezahlt und zurück ins Hotel, aber zu Fuß.
Zu Abend wollen wir mal ein Restaurant in der „Souk“ ausprobieren. Der Preis für die Halbpension wird angerechnet und wir hoffen vor 20:00 Uhr speisen zu können. Die Wahl fällt auf den Italiener „Toscana“, aber nicht schön klimatisiert, sondern schön in der Wärme unter dem Deckenventilator. Dazu italienische Musik, Pizza und Pasta. Herrlich diese Emirate.
Der anschließende Verdauungsspaziergang führt uns am Burji Al Arab vorbei zum Jumeirah Beach Hotel. Mein Gott ist der Weg lang und der Schweiß läuft uns in der Hitze nur so den Körper runter. So lange werden wir wohl nicht mehr gehen. Bringt ja das ganze Duschen nichts.

Donnerstag, 18. September 2008

Schnee gut

Ausschlafen ist nicht. Um kurz nach 10:00 Uhr kommt unser Reiseleiter um hier und da etwas zu erzählen. Also pünktlich aufstehen und ab zum Frühstück. Für uns gibt es einen eigenen Loungebereich. Es sind nur wenige Tische da und das Frühstücksangebot ist überschaubar. Da Ramadan ist, heißt es gut Frühstücken, denn in der Öffentlichkeit gibt es bis 18:00 Uhr nichts zu Essen und zu Trinken. Das Wetter ist wieder schwül warm und die Luft ist sehr dunstig. Doch zum Abend wird es en wenig besser, so dass Hoffnung für die kommenden Tage besteht.
Nach dem Frühstück und dem Treffen mit unserem Reiseleiter machen wir erst einmal in Badeurlaub. Bikini und Badehose an und ab zum Strand. Am Strand werden wir registriert und anschließend vom Handtuchträger zu einer freien Liege unserer Wahl begleitet. Glück haben wir, dass noch niemand vor dem Frühstück Liegen reserviert hat.
Die Luft ist ziemlich drückend und das Wasser bietet mit einer Temperatur von 33°C nur wenig echte Abkühlung.
Gegen Mittag sind wir völlig kaputt und gehen ins wohl klimatisierte Gebäude.
Von einem kühlen Gebäude zum nächsten scheint ratsam, weil es die beste und erträglichste Art der Überstehung einer solchen Mittagshitze zu sein scheint.
Also ab zu einem größeren klimatisierten Gebäude. „The Mall of the Emirates“ wird von einem Hoteleigenen Busshuttle angesteuert. Der Bus ist klimatisiert, so dass die Kühlkette nur wenig unterbrochen wird. Die Mall ist riesig, ja gigantisch. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Außer vielleicht eines, Essen und Getränke. Wie gesagt ab halb sieben darf man wieder. Cafes und Imbisse sind geschlossen. Dafür hat etwas anderes auf. Der SnowDome von Dubai. Völlig surreal wirkt die Skihalle in dieser Hitze. -4°C sind im Inneren und durch die Scheibe sieht man Schnee und Menschen im Skianzug.

Die Araber kleckern nicht, sie klotzen.
Den Abend lassen wir im „Al Muna“ mit Buffet ausklingen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, der Dunst hat sich etwas verzogen. Von „The Palm“ sind einige Lichter zu sehen.

Mittwoch, 17. September 2008

Die Ankunft

Abflug in Hamburg pünktlich um 15:25 Uhr. Der Flieger ist gemütlich, beinahe luxuriös. Bequemes Gestühl plus Kissen, Decke und Kopfhörer. Die Kopfhörer tun auch Not, denn in der Sitzlehne vor uns steckt ein Monitor mit Sage und Schreibe 600 Entertainmentprogrammen. Von Fernsehen bis Kino, und Musik bis Videospiele.
Irgendwie ist hier alles ein bisschen mehr.
Mehr Programme
Mehr Stewardessen (die sind überall)
Mehr Essen
Apropos. Es gibt ein Tablett mit Gemampfe, das so groß ist, es reicht beinahe bis zum Nachbarplatz. Und dann das Essen. Ein kleiner Appetitanreger, d. h. Schinken geräuchert mit ein wenig Salat. Einen Salat extra, sowie ein Brötchen mit Käse. Zum Hauptgang gibt es Mangohühnchen mit Basmatireis (lecker gewürzt das Ganze) und zum Schluss eine Minzcreme mit Kirschen und Schokosoße. Auch ja ein Creamcracker und Schokolade fehlen auch nicht. Puhhh…

Puh auch noch bei der Ankunft. Weite Wege sind zurückzulegen und plötzlich steht jemand vor uns und sagt: „ Mr. und Mrs. Stark, Herzlich Willkommen!“
Alles ist ach herrlich kühl, bis wir vors Flughafengebäude treten. Man hätte ein Schild mit der Aufschrift „SAUNA“ aufhängen sollen.
34°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Das um Mitternacht. Es ist auch extrem Diesig. Ein Blick in die Ferne versinkt im Dunst.
Im Hotel ist alles ziemlich groß. Außer die Rezeption. Denn für unseren Zimmerbereich gibt es eine eigenen exklusive. Ziemlich privat. Wir fühlen uns ein wenig etwas überfordert, was auch an der fortgeschrittenen Stunde liegen kann.
Das Zimmer ist eine Wucht und wird vom Concierge ausführlich erklärt. Ebenfalls alles groß, inklusive des Bettes mit annähernd 3000 Kissen.
Der Schlaf darin ist gut und schnell…